Proxmox-Cluster mit HSA einrichten - Serienblog Teil 2 / 6

Proxmox-Cluster mit HSA einrichten - Serienblog Teil 2 / 6

In dieser ersten Folge legen wir das Fundament für unseren späteren Hochverfügbarkeits-Cluster. Ziel ist es, drei physische Server identisch mit Proxmox zu installieren, korrekt zu konfigurieren und optimal für den Cluster-Betrieb vorzubereiten.

Schritt 1: Installation von Proxmox VE auf drei Servern

In dieser ersten Folge legen wir das Fundament für unseren späteren Hochverfügbarkeits-Cluster. Ziel ist es, drei physische Server identisch mit Proxmox zu installieren, korrekt zu konfigurieren und optimal für den Cluster-Betrieb vorzubereiten.

Voraussetzungen prüfen

Bevor wir beginnen, stellen wir sicher:

Wir benötigen mindestens 3 physische Server (möglichst identisch)

  • Mindestens:

    • 32 GB RAM

    • 2 SSDs (für System – ideal: ZFS Mirror)

    • 1–2 zusätzliche SSD/NVMe (für späteres Ceph oder Storage)

  • 2 Netzwerkkarten pro Server empfohlen

    • 1x Management

    • 1x Storage / Cluster-Kommunikation

  • Statische IP-Adressen vorbereitet

Beispiel-IP-Plan:
Server Hostname Management IP Storage IP
Node 1 proxmox01 192.168.10.11 10.10.10.11
Node 2 proxmox02 192.168.10.12 10.10.10.12
Node 3 proxmox03 192.168.10.13 10.10.10.13

Wichtig: DNS oder /etc/hosts muss später alle drei Namen korrekt auflösen.


Schritt 2: ISO herunterladen und Boot-Medium erstellen

ISO herunterladen von: https://www.proxmox.com/en/downloads

Anschließend:

  • Mit Rufus oder balenaEtcher USB-Stick erstellen

  • Oder per iLO / iDRAC / IPMI mounten (bei Serverhardware)

Schritt 3: Installation auf Node 1 (proxmox01)

Nach dem Start des Servers über den USB-Stick oder das gemountete ISO-Image beginnt die Installation von Proxmox VE. Im Boot-Menü wird zunächst „Install Proxmox VE“ ausgewählt, wodurch der grafische Installer startet. Anschließend wird der Lizenzhinweis bestätigt. Eine Subscription ist optional und für den technischen Betrieb nicht zwingend erforderlich.

Im nächsten Schritt wird der Zieldatenträger ausgewählt. Wenn zwei SSDs vorhanden sind, empfiehlt sich ZFS im RAID1- (Mirror-) Modus, da hierbei beide Systemplatten gespiegelt werden. Dadurch bleibt das System auch beim Ausfall einer SSD weiterhin betriebsfähig. ZFS bietet zusätzlich Snapshots, integrierte Prüfsummen zur Erkennung von Datenfehlern sowie eine insgesamt höhere Datensicherheit.

Danach werden Land und Zeitzone festgelegt, beispielsweise:

Europe / Amsterdam

Eine korrekte Zeitzone ist besonders wichtig für Logs, Zertifikate und später für den Clusterbetrieb.

Im Anschluss wird das Root-Passwort definiert. Dieses sollte stark und komplex sein, da es vollständigen administrativen Zugriff ermöglicht. Zusätzlich wird eine E-Mail-Adresse eingetragen, über die Systemwarnungen oder Benachrichtigungen versendet werden.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Netzwerkkonfiguration. Hier werden Hostname, IP-Adresse, Gateway und DNS-Server statisch definiert. 

Beispiel für den ersten Node:

Hostname: proxmox01.domain.local
IP-Adresse: 192.168.10.11
Gateway: 192.168.10.1
DNS-Server: 192.168.10.1
 
 
Nach Abschluss der Konfiguration wird die Installation gestartet. Sobald sie beendet ist, erfolgt der Neustart des Systems.
 

Nach dem Reboot kann der Server über die Weboberfläche aufgerufen werden:  https://192.168.10.11:8006

Anmeldung erfolgt mit:
Benutzer:  root
Passwort: siehe Konfiguration
 
 
Anschließend sollte das System direkt aktualisiert werden:
apt update
apt full-upgrade -y
 
 
Optional – falls keine Enterprise-Subscription genutzt wird – kann das No-Subscription-Repository aktiviert werden:
 
nano /etc/apt/sources.list.d/pve-enterprise.list

Enterprise-Zeile auskommentieren (mit # versehen), speichern und anschließend:  --> apt update
 
 
 
Damit ist der erste Server vollständig installiert und vorbereitet. Die beiden weiteren Server werden identisch installiert – lediglich Hostname und IP-Adresse werden entsprechend angepasst.
 
 



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